IPv6

IPv6 vs. Monitoring

Seit einiger Zeit ist connectis jetzt über IPv6 erreichbar. Das ist ja auch schön und gut, aber ich wollte etwas mehr darüber erfahren und auch ein paar Statistiken haben. Vor allem interessierte mich die IPv6 BGP Tabelle, nicht jeder einzelne Eintrag, aber zumindestens die Summe und vor allem wollte ich sehen, wie die IPv6 Welt wächst.

Also nichts einfacher als das. Von Anbeginn des connectis Netzwerkes erhebe ich zahlreiche Statistiken von allen möglichen Elementen mittels Cacti: Interface Statistiken, Speicherbelegung, Temperaturen, Anzahl VPN-Verbindungen etc.

IPv6 & DNS

DNS für IPv4 und IPv6 unterscheiden sich nicht wahnsinnig voneinander. Wichtig ist zu wissen, dass die transportierte Information (hier die Übersetzung eines Namens in eine IP-Adresse oder auch umgekehrt) unabhängig vom verwendeten Protokoll ist. Ich kann also ohne Probleme einem DNS-Server nur eine IPv4-Adresse geben und in seinen Datenbanken ausschliesslich IPv6-Adressen verwenden. Macht das Sinn? Sicher nicht.

IPv6 vs. ASA Software

Die Konfiguration auf unserer ASA bereitet unerwartete Komplikationen ... das Routing-Protokoll OSPFv3 wird offensichtlich noch nicht unterstützt.
Schade, da muss ich mir wohl was anderes einfallen lassen ... Statisches IPv6-Routing mit HSRP, VRRP oder GLBP auf den I-Net Routern ... sonst ist es mit der Redundanz Essig.

IPv6 und das RIPE

Na gut, also beginnen wir mal mit einem Provider ... Provider1. Damit es mit der redundanten Internet-Anbindung bei zwei Providern auch in Zukunft klappt, braucht connectis analog zum eigenen IPv4 Address-Range (Provider Independent Range - PI-Range) auch einen IPv6 PI-Range. Dieser muss ebenfalls beim RIPE beantragt werden, doch das sollte Dank des grosszügigen IPv6 Adress-Bereiches von 2^128 IPv6-Adressen kein Problem sein.

IPv6 - Anforderungen an den Provider

WebEx-Meeting mit Provider1 zur Abstimmung der IPv6 Einführung
Wir wollen:
- PI-Range … wegen Multi-Provider (Colt & Sunrise)
- BGP-Peering mit IPv4&IPv6 (wegen spaeterer … viel spaeterer Abschaltung von IPv4)
- Volle BGP Routing Tabelle (alle Prefixes im Internet), damit kann eine Art Loadbalancing zwischen den Providern erreicht werden
- Parallel-Betrieb DNS auf IPv4 & IPv6 (Connectis hostet eigenen sogenannten hidden DNS Primary-Server)

Ueberpruefung von Hard- & Software auf unseren I-Net Routern bzgl Kompatibilitäet mit IPv6 … alles tutti
Hardware: Cisco 2811 mit 756MB RAM

IPv6 und die Provider

connectis als Dienstleiter ist auf eine permanente und stabile Internetverbindung angewiesen. Nicht nur um die eigene Präsenz im Internet sicherzustellen, sondern auch um den ununterbrochenen Kontakt zu seinen Kunden und vor allem deren überwachten Komponenten zu garantieren. Deshalb setzt connectis von Anfang an auf eine redundante Internet-Anbindung, sogar bei zwei verschiedenen Providern ... nennen wir Sie Provider1 & Provider2. Klar erfordert das den Einsatz von BGP als Routing-Protokoll zu den Providern, aber damit hat connectis ja genug Erfahrung.

connectis goes IPv6

Anfang Februar 2011 hat die "Internet Assigned Numbers Authority" - IANA die letzten IPv4-Adress-Blöcke an die Regional Internet Registries - RIRs vergeben. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die RIRs (das für Europa und damit auch die Schweiz zuständige RIR ist das Réseaux IP Européens Network Coordination Centre - RIPE NCC) auch keine IPv4-Adressen mehr für seine Kunden haben.

Der World IPv6-Day am 08.06.2011 hat 2 Dinge klar gezeigt
1. Besonders viele IPv6-Adressen werden Weltweit noch nicht genutzt